Schaltschrank

In den von uns untersuchten Schaltschränken waren Frequenzumformer mit unten und oben abgedeckten Lüftungsöffnungen eingebaut. Weiter hatten die Frequenzumformer integrierte Lüfter, die die Wärme aus dem Innenraum des FU Gehäuses ableiten sollten. An warmen Tagen kam es jedoch vor, dass die interne thermische Überwachung des Frequenzumformers auslöste und diesen deaktivierte. Durch unsere Ingenieure wurde eine Analyse der Strömungsverhältnisse in den Schaltschränken durchgeführt, um so eine Grundlage für die Problemlösung zu liefern.


Dazu wurden zunächst Feldmessungen zur Bestimmung der Luftmengen mit Geschwindigkeitssensoren in den Ein- und Austrittsöffnungen an in Betrieb befindlichen Frequenzumformern durchgeführt. Für eine Verifizierung der Angaben wurde im Anschluss ein Frequenzumformer in dem lufttechnischen Labor der Tintschl BioEnergie und Strömungstechnik AG vermessen, da dort mit einer Prüfgasmethode eine höhere Genauigkeit bei der Bestimmung der Luftmengen erreicht wird. Für die Messungen wurde ein Vielstellen-Messgerät eingesetzt, dessen Sensoren im hauseigenen Kalibrierkanal überprüft wurden.

Mit den Ergebnissen dieser Analyse konnten die wesentlichen Schwachpunkte des Aufbaus aufgezeigt werden. Darauf aufbauend wurden Verbesserungsmaßnahmen und ein Umbauvorschlag für den Schaltschrank erarbeitet.